Löschmittel Schaum

Rubrikbild Schaumlöschmittel

... Einsatzbereiche, Vor- und Nachteile

Schaumfeuerlöscher "erobern" den deutschen Markt etwa seit den 1990er Jahren. Sie lösen in weiten Teilen aller Einsatzgebiete vor allem Pulver- und Wasserfeuerlöscher ab.

Brandklasseneignung

Schaumfeuerlöscher eignen sich für die Brandklassen A (brennbare feste Stoffe) und B (brennbare Flüssigkeiten)

DÖKA bietet Schaumfeuerlöscher als Dauerdruck- und Aufladefeuerlöscher in den Größen 2, 3, 6 und 9 Liter Inhalt an.

Schaumlöschmittel werden noch weiter in der Zusammensetzung unterschieden, also wie sie im Feuerlöscher verwendet werden. Dies beeinflusst vor allem auch die Haltbarkeit des Löschmittels und damit die Folgekosten bei den späteren Wartungen.

1. Premix-Schaumlöschmittel

Hier wird bei der Herstellung des Feuerlöscher (oder bei Wiederbefüllung) ein hoch konzentriertes Schaummittel mit Leitungswasser vermischt und in den Löschmittelbehälter gefüllt. Durch die im Wasser enthaltenen weiteren Bestandteile werden die Schaummittel angegriffen und bauen sich dementsprechend schnell ab. Da nicht alle Wasserqualitäten überall gleich sind, kann nur über den kurzen Zeitraum von 2 Jahren die Gewähr gegeben werden, dass diese Premix-Schaummittel ihre volle Leistung beim Einsatz erbringen. So beträgt auch die max. Austauschfrist für diese Löschmittel max. 2 Jahre. Zum Einsatz kommen diese Premix-Lösungen vorwiegend in preiswerten Schaumfeuerlöschern.

2. Fertige Lösungen

Diese Schaumlöschmittel werden fertig gemischt vom Hersteller geliefert und so wie sie sind in den Feuerlöscher abgefüllt. Durch entsprechende Kontrollen des Leitungswasser kann hier entsprechend auf unerwünschte Bestandteile im Leitungswasser reagiert werden und die Löschmittel werden entsprechend stabiler. In der Regel beträgt hierdurch die max. Austauschfrist 6 Jahre. Verwendet werden fertige Lösungen vor allem bei frostsicheren Feuerlöschern.

Unsere Fettbrandfeuerlöscher, die neben den Brandklassen A und B auch die Brandklasse F (brennende Speiseöle- und fette) sind ebenfalls mit einer fertigen Lösung befüllt.

3. Schaumkartuschen-Feuerlöscher

Das Schaumkonzentrat wird "Biostabil" in einer separaten Schaumkonzentratkartusche aufbewahrt. Das Konzentrat kommt bis zum Einsatz des Feuerlöschers nicht mit Leitungswasser in Kontakt und hat somit auch die höchste Haltbarkeit. Die max. Austauschfrist beträgt hier 8 Jahre. Ein weiterer Vorteil ist hier, das nur eine sehr geringe Menge Schaumkonzentrat entsorgt werden muss, und die Kosten dadurch erheblich gesenkt werden. Auch die Umwelt freut sich darüber.

Die Löschleistung moderner Schaumfeuerlöscher reicht heute problemlos an die von Pulverfeuerlöschern heran und es werden mit 9 Liter Geräten 15 Löschmitteleinheiten erreicht, das nach Normwesen maximal mögliche.

Schaumfeuerlöscher werden überall dort eingesetzt, wo man möglichst keine, nicht vom Brand betroffene Bereiche, mit Löschmittel kontaminieren möchte oder darf.
In unserem modernen Leben sind wir fast überall von elektronischen Geräten umgeben, die empfindlich auf Löschmittelreste von z. B. Pulverfeuerlöschern reagieren würden. Also werden Schaumfeuerlöscher mittlerweile überall eingesetzt, zu Hause, Büro, moderne Fertigungsbereiche mit empfindlichen Anlagen.

Vorteile:

  • Keine (kaum) Folgeschäden durch das Löschmittel in Bereichen die nicht direkt vom Brand betroffen sind
  • Löschmittelreste können einfach durch aufwischen entfernt werden
  • Viele Schaumfeuerlöschertypen sind extrem leistungsfähig
  • Sehr breite Anwendungsgebiete in den Brandklassen A und B

Nachteile:

  • Geringe Löschmittelhaltbarkeit bei Premix-Lösungen

Diese Webseite verwendet Cookies. Cookies werden zur Benutzerführung und Webanalyse verwendet und helfen dabei, diese Webseite besser zu machen.